Ausstellungseröffnung im Stadtarchiv am 25. Februar um 17 Uhr
Am 10. November 1914 griffen deutsche Truppen bei Langemarck in Belgien die alliierte Front an. Mehr als 2000 junge, unerfahrene Rekruten verloren ihr Leben. Aus dem militärischen Scheitern entstand der „Mythos von Langemarck“ als Sinnbild für die vermeintliche Opferbereitschaft der deutschen Jugend. Gedenkfeiern, Publikationen sowie Denkmäler und Straßenbenennungen in der Nachkriegszeit und während des Nationalsozialismus verankerten ihn dauerhaft im öffentlichen Raum. Noch heute tragen Straßen und Plätze in mehr als 30 deutschen Städten diesen Namen – auch in Freiburg. Seit 1934 heißt die zentrale Achse des Wohngebiets „Westlich der Merzhauser Straße“ „Langemarckstraße“.
Im Mittelpunkt der Ausstellung „Langemarckstraßen – in Freiburg und anderswo“ stehen die Entstehung und Benennung der Freiburger Langemarckstraße sowie die wechselnden öffentlichen Debatten um ihren Namen. Die Eröffnung findet am 25. Februar um 17 Uhr im Stadtarchiv (Neuer Messplatz 5A, 79108 Freiburg) statt. Die Ausstellung ist bis zum 16. Juni im Stadtarchiv zu sehen: montags, dienstags und donnerstags von 10 bis 16 Uhr sowie mittwochs von 10 bis 18 Uhr. Öffentliche Führungen finden jeweils mittwochs um 15 Uhr statt. Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mehr Infos zum Stadtarchiv gibt es online unter www.freiburg.de/stadtarchiv.
Die Ausstellung entstand als Teil einer Wanderausstellung im Rahmen eines gemeinsamen Erinnerungs- und Friedensprojekts der belgischen Gemeinde Langemark-Poelkapelle, des In Flanders Fields Museum in Ieper/Ypern und der University of Kent. Sie wurde und wird auch in anderen Städten mit Langemarckstraßen gezeigt. |