Eröffnung künstlerische Intervention „Moving Mass“ von Milena Naef und Hannah Kindler am 1. März
Am Sonntag, 1. März, eröffnet die Stadt um 11 Uhr die künstlerische Intervention „Moving Mass“ der Künstlerinnen Milena Naef und Hannah Kindler auf dem Platz in der Arne-Torgersen-Straße. Es ist das vierte Werk des Ausstellungsprojekts „Kunst im öffentlichen Raum (KiöR) Gutleutmatten“. Die Veranstaltung ist kostenlos. Beide Künstlerinnen sind täglich von 11 bis 16 Uhr vor Ort.
Für ihre Intervention arbeiteten die beiden Künstlerinnen Milena Naef und Hannah Kindler über sechs Monate zusammen. Insgesamt sammelten sie 1000 unterschiedliche Vasen, die am Arne-Torgersen-Platz ausgestellt werden. Ab dem 1. März sind die Anwohner*innen und Besucher*innen herzlich eingeladen, selbst künstlerisch tätig zu werden: Die Vasen können und sollen neu arrangiert, mitgenommen oder weitergegeben werden.
Die Objekte stammen aus europäischen Haushalten und spiegeln die Designgeschichte der vergangenen hundert Jahre wider. Jede der Vasen wurde anhand festgelegter Kriterien ausgewählt, um persönliche Präferenzen und individuelle Wertungen auszuschließen. Anschließend erhielten die Gefäße nummerierte Etiketten. Auf diese Weise ist jede Vase einzeln erfasst und zugleich Teil einer ausgreifenden Masse.
Vasen können als ein „Ur-Objekt“ menschlicher Kultur verstanden werden. Sie finden sich bei archäologischen Ausgrabungen nahezu aller Epochen. Aufgrund ihrer häuslichen Nutzung und ihres Gefäßcharakters wurden sie historisch häufig mit Weiblichkeit assoziiert.
In Naef und Kindlers Intervention besetzen die Vasen den öffentlichen Raum in Gutleutmatten beharrlich und als Vielzahl. Doch nur für einen Moment: Dann werden sie aufgeteilt und zu neuen Bestimmungsorten getragen. In dieser Bewegung wandern die Objekte nicht nur zwischen privater und öffentlicher Sphäre, sondern verändern auch in ihren Status – mal sind sie Alltags-, mal Kunstobjekt.
Hintergrund
Der Gemeinderat bewilligte im Juli 2022 Mittel in Höhe von 100.000 Euro für das Projekt „Kunst im öffentlichen Raum Gutleutmatten“. Der Beschluss geht auf einen Vorschlag der damaligen Kunstkommission zurück, überschüssige Mittel aus dem Bau des Stadtquartiers Gutleutmatten für die Umsetzung von Kunst im öffentlichen Raum zu nutzen.
Das vom Kulturamt entwickelte Konzept für „KiöR Gutleutmatten“ wurde im Oktober 2024 eröffnet und findet noch bis Ende 2027 im Quartier Gutleutmatten statt. Bisher wurden durch die Kuratorin Hanna Weber Interventionen von Cie la Secousse, Zora Kreuzer und Igor Ponosov realisiert |