Historie und Symbolik der Gedenktafeln auf einem der schönsten Friedhöfe Deutschlands
Das Ortskuratorium Nürnberg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt am Freitag, den 15. Mai 2026, um 17.00 Uhr zu einem Vortrag über 500 Jahre Nürnberger Epitaphienkultur. Dr. Claudia Maué, Heimatpflegerin der Stadt Nürnberg und Vorsitzende des Vereins Nürnberger Epitaphienkunst und ‑kultur wird auf dem St. Johannisfriedhof in Nürnberg über die Entstehung, handwerkliche Techniken, Symbolik und stilistische Entwicklung der Epitaphien sprechen und historische und gesellschaftliche Zusammenhänge erläutern. Treffpunkt ist der Ost-Eingang des Friedhofs in der Johannisgasse.
Eine Anmeldung ist unter www.denkmalschutz.de/anmeldung erforderlich. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Um Spenden zugunsten der Restaurierung des St. Johannisfriedhofs, der von der DSD schon gefördert wurde, wird gebeten.
Epitaphien sind kunstvoll gestaltete Gedenktafeln aus Stein oder Bronze, die an Gräbern angebracht sind und an die Verstorbenen erinnern. Häufig verbinden sie Bild und Schrift und geben der Nachwelt Auskunft über Herkunft, Beruf, Lebensweg und Selbstverständnis der Verstorbenen.
Der St. Johannisfriedhof gilt als einer der schönsten Friedhöfe Deutschlands. Er ist für seine mit Bronze- oder Messinggedenktafeln geschmückten Gräber berühmt und als immaterielles Kulturerbe Bayerns anerkannt. In den insgesamt 6.500 Gräbern aus mehr als fünf Jahrhunderten sind berühmte Persönlichkeiten wie Albrecht Dürer, der Dichter Hans Sachs oder der Philosoph Ludwig Feuerbach beigesetzt. |