Das Ortskuratorium Bad Wimpfen lädt zu einem Vortrag über ein Kleinod im Jagsttal ein
Das Ortskuratorium Bad Wimpfen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt am Sonntag, den 24. Mai 2026 um 15.00 Uhr zu der zweistündigen Vortragsveranstaltung „Ein Kleinod im Jagsttal – Baugeschichte und Fresken der Wallfahrtskapelle St. Gangolf“ in das kleine Gotteshaus, L 1096 – Siglinger Straße in 74861 Neudenau ein. Zunächst referiert Claudia Eckstein, Referentin für Bauforschung und Baudokumentation beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg, über die Baugeschichte der Kapelle. Danach widmet sich Anna-Barbara Soergel, Restauratorin im Bereich Baudenkmalpflege in Freiburg und Expertin für Wandmalereirestaurierung, dem Thema "Fassadenmalereien im Dachboden? Die Wandmalereien im Choranbau der Gangolfskapelle". Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird gebeten.
Die Wallfahrtskapelle St. Gangolf ist ein Kleinod am Wegesrand. Der romanisch-gotische Kirchenbau wurde erstmals 1276 urkundlich erwähnt. Der älteste Teil der Kapelle ist der romanische Turm aus dem frühen 13. Jahrhundert, der Chor und das Kirchenschiff wurden im späten 13. Jahrhundert fertiggestellt und sind der Gotik zuzurechnen. Einst war St. Gangolf die Pfarrkirche des um 1600 aufgegebenen Ortes Deitingen. Das Dorf lag in den Jagstauen unterhalb der Stadt Neudenau. Beim Betreten der Kapelle fällt der erste Blick auf den Gangolfsaltar, dem Hochaltar aus dem Jahr 1501. Im Altarraum und im Nebenchor befinden sich zahlreiche faszinierende Wandmalereien und Fresken aus dem 13. Jahrhundert – ein jahrhundertealter Kulturschatz. |